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Förderung durch Transfergesellschaften
 

Während oder nach Ihrem Aufenthalt in einer Transfergesellschaft können Sie sich für eine Weiterbildung entscheiden.

 
 
Transfergesellschaften

Auffang- bzw. Beschäftigungsgesellschaften führen den laufenden Geschäftsbetrieb in Insolvenz geratener oder von Insolvenz bedrohter Unternehmen fort. Dadurch können in vielen Fällen - notfalls in Verbindung mit einem Gehaltsverzicht - Arbeitsplätze erhalten werden und der laufende Betrieb im Rahmen einer neuen Struktur fortgeführt werden.
 
Eine Transfergesellschaft will demgegenüber nicht weiter beschäftigen, sondern die Mitarbeiter möglichst schnell in neue Beschäftigung bringen. Der Arbeitgeber ist hier in der Regel nicht von Insolvenz bedroht, sondern möchte Arbeitnehmer sozialverträglich abbauen. Der Arbeitnehmer unterschreibt zu diesem Zweck bei seinem alten Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag und schließt zeitgleich mit der Transfergesellschaft einen befristeten Arbeitsvertrag. Finanzielle Basis ist das von der Arbeitsagentur bezahlte Transferkurzarbeitergeld, das ggf. von der Transfergesellschaft aufgestockt wird. Transfergesellschaften sind in § 216b SGB III im Rahmen des Transferkurzarbeitergeldes geregelt und werden auch "betriebsorganisatorisch eigenständige Einheiten" (beE) genannt.
 
Wenn das Hauptziel einer Transfergesellschaft die Weiterbildung oder Umschulung der Arbeitnehmer ist, so spricht man auch von einer Qualifizierungsgesellschaft.
 
Üblicherweise bleiben die Mitarbeiter höchstens ein Jahr in der Transfergesellschaft, denn das zugrunde liegende Kurzarbeitergeld wird von der Arbeitsagentur maximal ein Jahr lang bezahlt. Die Höhe des Kurzarbeitergelds entspricht der Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I (ALG I). Das Kurzarbeitergeld wird nicht auf den späteren ALG-1 Anspruch angerechnet und auch der Anspruch auf den Gründungszuschuss bleibt in vollem Umfang erhalten. Es kommt also  nicht  zu einer zeitlichen Kürzung dieser Leistungen.
 
Das Kurzarbeitergeld wird vom Arbeitgeber ausgezahlt: Während manche Unternehmen bzw. deren Transfergesellschaften ein Jahr lang nur das "nackte" Kurzarbeitergeld bezahlen, stocken andere die Leistung im Rahmen von Betriebsvereinbarungen auf. Einige Arbeitgeber (wie z. B. Siemens) halten die Mitarbeiter bei Bedarf sogar ein zweites Jahr in der Transfergesellschaft. Im zweiten Jahr muss der Arbeitgeber die Personalkosten alleine tragen.
 
Eine Aufstockung durch den Arbeitgeber ist aus Sicht der Arbeitnehmer auch deshalb wichtig, weil das spätere ALG-1 und damit auch der Gründungszuschuss auf Basis des Einkommens in den zwölf Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit berechnet wird: Das heißt also in Höhe des Transferkurzarbeitergeldes plus Aufstockung.
 
Während oder nach Ihrem Aufenthalt in einer Transfergesellschaft können Sie sich für eine Weiterbildung entscheiden.
 

 
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